Das Evangelium besagt, dass unser Schöpfer unser Erlöser geworden ist. Es ist die Ankündigung, dass der Sohn Gottes für uns Menschen und wegen unserer Errettung Mensch geworden ist, und dass er am Kreuz starb, um uns vor dem ewigen Gericht zu retten.
Das heilbringende Sterben Christi wird in der Bibel im Wesentlichen als Sühne beschrieben, d.h. als das, was Gottes Zorn gegen uns stillt, indem unsere Sünden von seinem Angesicht fortgeschafft werden. Gottes Zorn ist seine Gerechtigkeit, die auf unsere Ungerechtigkeit reagiert. Er zeigt sich in ausgleichender Gerechtigkeit.
Aber Jesus Christus hat uns vor dieser schrecklichen Aussicht einer ausgleichenden Gerechtigkeit bewahrt, indem er unser Repräsentant geworden ist. Als solcher war er – stellvertretend für uns –seinem Vater gegenüber in allem gehorsam, was dieser wollte, und empfing den Lohn für unsere Sünde an unserer Stelle.
Auf diesem Weg ist Gerechtigkeit geschehen, denn die Sünden all derer, die jemals begnadigt werden, sind in der Person des Sohnes Gottes bereits gerichtet und bestraft worden. Und aufgrund dieser Tatsache wird nun uns Missetätern eine Begnadigung angeboten. Erlösende Liebe und ausgleichende Gerechtigkeit haben sich auf Golgatha sozusagen die Hände gereicht, denn dort hat Gott gezeigt, dass er gerecht ist und den rechtfertige, der des Glaubens an Jesus ist (Röm 3,26).“
- J.I. Packer, The Heart of the Gospel