Gesegneter Herr Jesus,
ich knie vor deinem Thron und erkenne
die Abscheulichkeit meiner Sünde,
meinen Frevel, der dich „zum Fluch machte“,
die Sünde, die die Härte göttlichen Zorns hervorruft.
Zeige mir das ungeheure Ausmaß meiner Schuld
durch die Dornenkrone, die durchbohrten Hände und Füße,
den geschlagenen Körper, die Schreie des Sterbenden.
Dein Blut ist das Blut des Mensch gewordenen Gottes,
unendlich kostbar und über alle Maßen wertvoll.
Unendlich müssen Schuld und Sünde sein,
die solch einen Preis erforderten.
Das Übel, das tief in mir sitzt, ist die Sünde,
mein Ungeheuer, mein Feind, meine Giftschlange.
Dieses Übel ist bei meiner Geburt geboren,
lebendig in meinem Leben,
stark in meinem Charakter,
bestimmend in meinen Fähigkeiten,
folgt mir wie ein Schatten
und
mischt sich in jeden meiner Gedanken.
Es ist meine Kette,
die mich gefangen hält
in dem Reich meiner Seele.
Einem solchen Sünder, wie ich es bin,
warum sollte mir die Sonne scheinen,
die Luft mich atmen lassen,
die Erde meine Tritte ertragen,
ihre Früchte mich nähren,
ihre Geschöpfe mir zum Nutzen sein?
Doch dein Mitleid sehnt sich nach mir,
dein Herz eilt, um mich zu retten,
deine Liebe erduldete meinen Fluch,
deine Barmherzigkeit trug meine verdienten Striemen.
Lass meinen Wandel demütig sein,
zutiefst erniedrigt und beschämt,
in deinem Blut gebadet,
mit einem zarten Gewissen,
herrlich triumphierend als ein Erbe des Heils.
- The Valley of Vision, Hrsg.: Arthur Bennett, Banner of Truth Trust, S. 74-75